Strafprozess

Das Strafgesetzbuch und einige andere Gesetze (z.B. das Jugendgerichtsgesetz, Straßenverkehrsgesetz, Waffen- oder Betäubungsmittelgesetz) enthalten Regelungen, die ein bestimmtes Verhalten unter Strafe stellen. Dies bedeutet, das eine Zuwiderhandlung gegen solche Gesetze eine Sanktion nach sich zieht, so z.B. Diebstahl, § 242 StGB: „Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Solche Strafvorschriften sollen das friedliche Zusammenleben der Menschen miteinander garantieren. Ein Verbot kann allerdings nur dann eine Wirkung zeigen, wenn es nicht bloß auf dem Papier steht, sondern in der Praxis auch Folgen für denjenigen hat, der dagegen verstößt. In der Regel erfolgt bei einem, durch ein Gericht in einem Strafprozess festgestellten Verstoß, eine Strafe (Geld- oder Freiheitsstrafe).

Ein Strafverfahren und eine anschließende mögliche Verurteilung stellen für den Betroffenen einen einschneidenden Eingriff in dessen Privatsphäre dar, der bis zur Entziehung der Freiheit gehen kann. Daher wird ein Strafprozess nach festen Regeln geführt, die dem Betroffenen ein faires Verfahren und die Beachtung seiner eigenen Rechte garantieren sollen. Dazu gehören z.B. das Recht, zu erfahren, welcher Vorwurf jemandem gemacht wird oder das Recht, einen Verteidiger zu beauftragen. Letzteres ist nicht nur ein wichtiges Recht, das jedem Beschuldigten zugebilligt wird. Vielmehr ist es in der Praxis meist von nicht zu unterschätzendem Nutzen, bei Bedarf einen Strafverteidiger hinzuzuziehen, der die entsprechenden prozessualen Rechte und den Gang des Strafverfahrens kennt.


Sollte gegen Sie ein polizeiliches oder gerichtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen eine Strafvorschrift eingeleitet werden, so ziehen Sie unbedingt den Rat eines Rechtsanwaltes hinzu. Sie haben das Recht, dies auch schon bei einer ersten polizeilichen Vernehmung zu tun und müssen, ohne vorherige Gelegenheit zur Rücksprache mit einem Rechtsanwalt, keine Aussage zur Sache machen.
Beachten Sie bitte, dass die Rechtsanwaltskosten erst dann von der Staatskasse ersetzt werden, wenn es auf Grund einer Anklageerhebung zu einem förmlichen Verfahren gekommen ist, das mit einem Freispruch endet.


Michael Gerhards
(Ihr) Rechtsanwalt

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